Die Moderatoren „Zwei gegen den Wind“ Marco Moreno und Michael Grill (Hamburg) berichten mit Bilddokumenten über Leben und Kampf von Rudolf Mokry.
An Rudolph Mokry wird in Rostock wie in Hamburg auch sonst auf besondere Weise gedacht. Mokry, am 24. April 1905 geboren, wuchs in Rostock auf. Hier trieb er trotz seiner anstrengenden Arbeit als Schmied aktiv Sport und nahm nach Feierabend am Aufbau des Arbeitersportstadions teil, das heute noch als Volksstadion existiert. Die Wirtschaftskrise zwang ihn, Rostock zu verlassen – seine neue Heimat wurde Hamburg. Dort nahm er am Kampf gegen das Nazi-Regime teil. 1933 erstmals inhaftiert, baute er 1935 eine antifaschistische Jugendgruppe auf, der junge Kommunisten, Sozialdemokraten, jüdische Jugendliche und Christen angehörten. Bei Wanderungen in die Nordheide vermittelte er diesen auch die Kampfsporttechnik des JU-Jutzu, um sich gegen Übergriffe der Hitlerjugend und SA wehren zu können.
1937 wegen Hochverrates verhaftet, kam er nach seiner Haftverbüßung nicht frei, sondern wurde in das KZ Sachsenhausen „überstellt“ Dort gehörte er dem illegalen Lagerkomitee an. Am 11. Oktober 1944 wurde Mokry zusammen mit drei Franzosen und 22 Deutschen, darunter auch Mathias Thesen, ermordet.
In Rostock erinnert ein Gedenkstein im Barnstorfer Wald an Rudolf Mokry. Erst in den letzten Jahren erforschte eine Gruppe junger Antifaschisten der „Initiative für ein soziales Wilhelmsburg ev.“ in mühevoller Kleinarbeit den Lebensweg Rudolf Mokrys und finanzierte auch einen, am 1. Juni 2013 verlegten Stolperstein. Ebenfalls erreichten sie, dass in Hamburg-Wilhelmsburg eine Straße seinen Namen erhielt.
Es laden ein: VVN-BdA Rostock / Rosa-Luxemburg-Stiftung MV / Soziale Bildung e.V.