Mit seiner illustrierten "Familienchronik" hat sich der Historiker Peter Wanner auf unsicheres und schwer einzuordnendes Terrain begeben – private Schwarzweiß-Fotos, historischer Rahmen und literarische Miniaturen ergeben zusammen Geschichte und Geschichten einer deutschen Familie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, zwischen Königreich Württemberg und Untergang des "Dritten Reichs". Der Autor folgt einzelnen Fäden seiner Familiengeschichte, greift Personen und Schicksale heraus, zunächst seine vier Großeltern, alle in den 1880er Jahren geboren, und verfolgt sie bis 1948, bis zur Hochzeit seiner Eltern, durch fünf Jahrzehnte deutscher Geschichte, die auch das Schicksal dieser Familie tief prägt.
Das Buch ist formal streng gegliedert: Ein Foto gibt das Thema vor, ein Sachtext ordnet ein, kontextualisiert das Familienspezifische, und ein fiktiver Monolog oder Dialog, eine literarische Miniatur macht die Geschichte lebendig, jeweils auf einer Doppelseite vereint.
Peter Wanner wird bei dieser Lesung eine der Lebensgeschichten herausgreifen und aufzeigen, wie Fotografie, Fiktion und Fakten sich ergänzen.
Peter Wanner, geboren in Heilbronn-Sontheim, studierte Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft in Heidelberg. Seit 1985 ist er freiberuflich als Lektor und Historiker für Verlage und Gemeinden tätig. Von 1999 bis 2019 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Stadtarchiv Heilbronn und seitdem wieder als freier Historiker tätig.
Die Lesung wird moderiert von Literaturhausvolontärin Carolin Contomichalos.
Fotos: Peter Wanner privat
[Bildunterschrift: Eine Alltags-Familienszene – Wanners Urgroßmutter Mathilde Wanner und ihre Tochter Klara auf der Heilbronner Kaiserstraße, auf dem Weg zum Bahnhof]
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