25 JAHRE KUNSTMUSEUM BONN: LITERATUR, THEATER, ARCHITEKTUR UND PHILOSOPHIE
Zum 25-jährigen Jubiläum an der Bonner Museumsmeile lädt das Kunstmuseum Bonn im Juli, August und September zu vier Sonderführungen. Vier Bonner Persönlichkeiten betrachten dabei das Museum aus den Blickwinkeln eines Schriftstellers, Philosophen, Architekten und Theaterintendanten. Im Dialog mit dem Intendanten des Hauses, Prof. Dr. Stephan Berg werden Werke und Strukturen beleuchtet, die das Kunstmuseum Bonn zu dem machen, was es heute ist.
Am 12. Juli startet die Reihe mit Lars Brandt zum Thema „Bilder schreiben“. Der Schriftsteller bezieht sich auf zwei Werke der Sammlung: Angela Bullochs Zeichenapparat "Sepia Drawing Machine" und Thomas Rentmeisters "Classic No.2", zeugen auf ganz gegenständliche Manier vom Schreibprozess. Dabei kreiert sich das eine Werk stets neu, das andere attackiert sich wiederrum selbst.
Lars Brandts Arbeit bewegt sich zwischen Literatur und Kunst, Text und Bild. Er hat Erfahrungen als bildender Künstler und Filmemacher gesammelt, in den letzten Jahren steht das Schreiben im Vordergrund. Im biographischen Essay "Andenken" (2006) übersetzte er Techniken der bildenden Kunst in Literatur. Lars Brandt wurde 1951 in Berlin geboren. Zusammen mit seiner Frau, der Fotografin Renate Brandt, lebt er in Bonn.
Weitere Termine, jeweils mittwochs um 19 Uhr:
16.8.: „Bild im Bild“ mit dem Theaterintendanten Klaus Weise
23.8.: „Architektursprache auf dem Prüfstand“ mit dem Architekten Karl-Heinz Schommer
6. 9.: „Philosophie der Kunst“ mit dem Philosophen Markus Gabriel
Der Eintritt zu den Sonderführungen ist frei.
Abb.: © Renate Brandt