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Vince Staples | Big Fish Theory

Vince Staples | Big Fish Theory
  • Vince Staples | Big Fish Theory Vince Staples | Big Fish Theory

Schon vor zwei Jahren, als er sein Debütalbum „Summertime´06“ veröffentlichte, war klar, dass wir es bei Vince Staples mit einem ziemlich großen Talent zu tun haben.

Seine Stimmung damals war eher nachdenklich und bedrückend, statt auf dicke Hose zu machen legte er öffentlich dar, vor was er Angst hat, und dass ihm seine Familie viel wichtiger als Geld und Ruhm sei. Der aus Los Angeles stammende Rapper hat sich mit seiner Musik nahtlos in die Reihe von Kendrick Lamar und Schoolboy Q eingefügt, seine Art persönliche Dinge vorzutragen ist auf einem ziemlich hohen, auf einem sehr interessanten Niveau. Sein zweites Werk „Big Fish Theory“ geht gerade einmal eine halbe Stunde, eigentlich eine Unverschämtheit! Umso erstaunlicher ist der Fakt, dass es der Poet schafft von Anfang bis Ende zu begeistern und auch mit eher unbekannten Produzenten einen schönen Bogen spannt! Hin und wieder lässt er uns sprachlos zurück, gleichzeitig ist er aber diesmal deutlich optimistischer und wir lauschen gespannt, wie er seinen Mix aus Rap und Rave vorträgt und dabei irgendwie immer noch nach einer eigenen Note, einem eigenen Stil sucht. An einigen Stellen klingt er nicht nur aufgeregt, er scheint offenbar auch Spaß daran zu haben, sich gegen dominante Produktionen aufzulehnen und diese verbal zu bekämpfen.

Es könnte alles viel einfacher sein, aber Staples will für Diskussionsstoff sorgen und nicht zwingend zufrieden stellen. Einiges mag aktuell noch theoretisch sein, in der Praxis hat er aber schon einen ziemlich großen Platz im Haifischbecken eingenommen. Diese Geschichte wird sich weiter entwickeln, in welche Richtung kann er aber wahrscheinlich nach wie vor selbst noch nicht sagen. Genau dass ist es, was uns so großen Spaß an diesem Album macht, denn es darf nun weiter spekuliert werden, wohin die Reise geht!
(HW)

Style: Rap
Label: Def Jam ( Universal )
Punkte: 4,5 | 5

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