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Schauspielerin Patti Astor zu Gast in Deutschland!

Schauspielerin Patti Astor zu Gast in Deutschland!
  • Patti Astor & Gerry "Cutmaster GB" Bachmann ( rechts )! Patti Astor & Gerry "Cutmaster GB" Bachmann ( rechts )!

Es war genau der richtige Ort für den Vortrag einer Frau, die dank ihrer großen Leidenschaft und Offenheit zu Kunst und Musik auch heute noch einen Namen über die Staaten hinaus hat.

Es war ein kurzweiliger Freitag Abend im kuscheligen Wiesbadener Club Kontext“, der zwischen zahlreichen Neubauten und Autohäusern liegt und Freunden von Sprühdosen und fetten Beats immer wieder Veranstaltungen wie diese bietet, und sich damit zurecht einen Namen gemacht hat. Es sind nicht viele gekommen, um der Geschichte von Patti Astor, die mit schrillem Minirock und Pumps nicht unbedingt den Anschein machte, dass sie fast 70 Jahre alt ist, zu lauschen. Alle die gekommen waren haben dafür jedes ihrer Worte aufgesaugt, mit ihr gelacht und auch immer wieder geklatscht. Die Schauspielerin, die im Rahmen einer Ausstellung von Jean-Michel Basquiat, der leider schon 1988 in jungem Alter verstarb, in Deutschland weilt, spielte 1983 im Klassiker Wild Style“ eine Reporterin die über die Graffiti Szene in New York berichte.

Im wahren Leben erschuf sie die Fun Gallery“, die sie zwar nur vier Jahre am Leben hielt, aber die East Village des Big Apple damit bereicherte wie kaum eine andere Person damals. Mit 18 Jahren kam sie nach New York um zu studieren, ging dann aber lieber gegen den Vietnam Krieg demonstrieren und lernte zeitgleich einige "Rebellen“ auf der Straße kennen. Die einen sprühten, die anderen drehten Platten oder "breakten“ in der Nachbarschaft zu Beats & Rhymes. Patti Astor gab Graffiti Künstlern wie Fab 5 Freddy“, Futura 2000“ und Zephyr“ mit ihrer Galerie eine Plattform und stellte außerdem auch Werke von Keith Hering aus.

Als sie über ihn spricht kommen ihr kurz die Tränen, und auch sonst ihr Vortrag durchaus emotional, ja teilweise sogar euphorisch. Madonna war eine richtige Slut“, andere bekannte Musiker zu geizig um Kunst vor Ort zu ehren und kaufen. All das hat sie jedoch nicht daran gehindert auch mal ein großes Bild mitten in einer kalten November Nacht ganze 14 Blocks bis zur Galerie zu tragen, um es zu präsentieren. Kurz vor Ende des halbstündigen Vortrags, in dem sie viele persönliche Geschichten aus einer sehr bewegenden Zeit zum Besten gab verkündete sie auch stolz, dass sie mit ihren Freunden damals nicht nur mindestens eine Dekade prägte, sondern dieser einen fetten Stempel aufdrückte!

Einige Fans ließen sich nach dem Vortrag noch ihr Buch Fun Gallery – The True Story“ signieren, natürlich verzierte sie dieses auch auf Wunsch noch mit spontanen Bildern. Auch für Bilder stand Patti Astor bei einem Glas Wein nach der gelungenen Veranstaltung gerne noch zur Verfügung.

Kontext Wiesbaden