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Eminem | Kamikaze

Eminem | Kamikaze
  • Eminem | Kamikaze Eminem | Kamikaze

Manchmal kann ein einziges schlechtes Album eine ganze Karriere zerstören. Was vor 15 Jahren war, interessiert dann plötzlich niemanden mehr. Das Musikgeschäft ist schnelllebig, Stars kommen, Stars gehen.

Mit „Revival“ hat sich Eminem vielleicht keinen Gefallen kann. Sein letztes Album kam weder in der Presse, noch bei seinen größten Supportern aus der Rapwelt an. Und während aus allen Ecken die Punches kamen, saß er vermutlich schon wieder im Studio, um die passende Antwort zu liefern. Booom, sein zehntes Studioalbum „Kamikaze“ kam aus dem nichts, alle involvierten Künstler und Produzenten hielten bis zum Tag der Veröffentlichung dicht – der Einschlag ist gelungen! Elf neue Songs und zwei Skits, das Album ist mit knapp 45 Minuten zwar relativ kurz, dafür aber hochexplosiv und mit den passenden Antworten an die Medien und Rap „Kollegen“ garniert!

Während Mr.Mathers glüht und eine Menge Schaum vor dem Mund hat, hören wir im Skit einen leicht zurückhaltenden Manager Paul Rosenberg, der von dieser Idee offenbar nicht sehr begeistert war. Eminem fährt schwere Geschütze gegen eine Menge Rapper auf, sein Wortspiel und seine wechselnden Styles belegen zum wiederholten mal, dass ihm in Grunde niemand das Wasser reichen kann. „Mumble“ Rapper haben das Spiel übernommen, zumindest werden sie von den Medien zusätzlich gepusht, da hat Marshall keinen Bock drauf. Die Kunst, die Vielfalt und die Message sind abhanden gekommen, Eminem liefert darauf die passende Antwort, und das auf zum Großteil ziemlich unaufgeregten Produktionen von u.a. „S1“, „Mike Will made It“ und „Boi-1da“. Bei einigen Songs saß „Em“ diesmal wieder selbst an den Bords, ihm war es offenbar sehr wichtig, die Emotionen seiner Verse richtig zu untermalen und mit der passenden Dynamik an den Hörer zu transportieren!

Mit „The Ringer“ eröffnet der „Rap God“ die Schlacht, in der es eigentlich nur einen Sieger geben kann, „Fall“ und „Stepping Stone“ lassen uns mitnicken und „Not Alike“ feat. Royce da 5´9 ist ein brutaler Disstrack gegen „Machine Gun Kelly“, der mittlerweile einen eindrucksvollen Konter über den Tresen geschoben hat! Eminem feiert mit diesem Werk ein Jubiläum der besonderen Art, denn er macht wie immer einfach das, was will – er nimmt keine Rücksicht, er kennt keine Grenzen und er stopft mit diesem Album die Mäuler aller Hater und Journalisten, die ihn nach „Revival“ in die Tonne kloppen wollten! Dieses Album könnte das Game wieder interessanter machen, man sollte der englischen Sprache allerdings mächtig sein, um es zu verstehen!

Style: Rap
Label: Interscope ( Universal )
Punkte: 4,5 | 5

 

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