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Disco eröffnen: Auflagen, Businessplan erstellen, Investoren finden, Standortanalyse

Disco eröffnen: Auflagen, Businessplan erstellen, Investoren finden, Standortanalyse

Eine Disco eröffnen – so einige Menschen träumen davon, denn warum nicht dort arbeiten, wo man selbst gerne ist? Und das auch noch mit dem eigenen Laden. Sich selbstständig zu machen, ist aber gar nicht so einfach. Noch schwieriger wird es mit einem derart großen Projekt wie einer Disco. Was man beachten sollte, haben wir im folgenden Artikel zusammengestellt.

Disco eröffnen: Denken Sie an die Auflagen

Es klingt wie ein Traum: Das eigene Geschäft führen und damit mit tollen Leuten in Kontakt kommen und coole Musik hören. Wenn man eine Disco eröffnen möchte, kann dieser Traum Wirklichkeit werden. Aber wie so häufig gibt es auch bei diesem Vorhaben einige Dinge zu beachten. Angefangen von den behördlichen Auflagen, über den Businessplan bis hin zu möglichen Investoren, gibt es einige Herausforderungen auf dem Weg dorthin, der stolze Besitzer einer eigenen Diskothek zu sein.

Einer der ersten Schritte: Genehmigungen einholen

Wenn Sie eine Disco eröffnen möchten, sollten Sie als einer der ersten Schritte die Genehmigung überprüfen, die sie brauchen. Eine Disco oder ein Nachtclub ist meist relativ laut – und das auch noch zu Zeiten, zu denen die Anwohner gerne schlafen. Mitten in einem Wohngebiet werden Sie daher wohl kaum eine Disco eröffnen dürfen.

Die Behörden erteilen lieber eine Genehmigung etwas außerhalb. Also entweder vor den Stadttoren, oder aber in einem Mischgebiet. Damit ist ein Gebiet gemeint, in dem nicht nur Industrie ansässig ist, sondern auch Wohnhäuser stehen. In einem reinen Industriegebiet darf nämlich keine Disco eröffnet werden. Diesen Punkt sollten Sie unbedingt mit ihn ihren Businessplan aufnehmen. Denn das bedeutet auch, dass Sie neben den Genehmigungen noch viele weitere Dinge wie Parkplätze oder den Transport der Gäste beachten sollten. Auch an den Bauplan sollten Sie denken, denn den will die Behörde sehen, bevor sie die Eröffnung einer Disco genehmigt. Hier kommt es besonders auf Dinge wie Brandschutz, Flucht- und Rettungswege an. Darauf sollten Sie also vorbereitet sein und die Baupläne dahingehend vorab selbst überprüfen.

Welche Unternehmensform soll gewählt werden?

Zu dem Punkt Genehmigung, und damit auch zu den Überlegungen, die man sich machen sollte, wenn man einen Businessplan erstellen möchte, gehört auch die Unternehmensform, unter der die Disco geführt werden soll. Falls Sie wenig Startkapital zur Verfügung haben, oder noch auf der Suche nach einem Investor sind, könnte sich die Unternehmergesellschaft für Sie lohnen. Die Unternehmergesellschaft ist eine Unternehmensform, die haftungsbeschränkt ist. Das bedeutet für Personen mit wenig Startkapital, dass sie nicht mit ihrem privaten Vermögen haften müssen. Durchaus eine interessante Option, gerade für Neulinge auf dem Gebiet der Firmengründungen.

Daneben gibt es auch die Option, die Disco als Einzelunternehmen zu gründen. Hier sollte man allerdings vorsichtig sein und im besten Fall bereits Erfahrungen als Gewerbetreibender mitbringen. Denn: Bei dieser Unternehmensform haftet man auch mit dem Privatvermögen, falls etwas schief gehen sollte.

Andere Unternehmensformen, um eine Disco zu eröffnen, sind die GmbH & Co. KG und die GbR.

Gewerbeschein und weitere Genehmigungen

Eine Disco zu eröffnen bedeutet in erster Linie auch, dass man sich viele Genehmigungen beschaffen muss. Das ist nicht nur die Genehmigung für den Standort, sondern auch viele andere Nachweise.

Als Betreiber und künftiger Eigentümer einer Disco muss man untern anderen bezeugen, dass man eine Disco betreiben kann. Dazu gehört ein polizeiliches Führungszeugnis ohne Eintragungen, das Sie bei der Beantragung vorlegen müssen.

Auch zum Gesundheitsamt müssen Sie als künftiger Disco-Betreiber gehen und daneben Belehrungen der IHK nachweisen (sog. Gaststättenunterrichtung).

Denken Sie auch an die Versicherungen

In einem guten Businessplan dürfen auch die Ausgaben für Versicherungen nicht fehlen. Gerade bei einer Disco kann das einiges zusammenkommen. Das Gebäude muss versichert werden und natürlich auch die Mitarbeiter.
Dazu sollten Sie Mitglied in der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) sein, da diese der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung ist. Bei der Berufsgenossenschaft müssen Sie sich selbst anmelden und die Mitgliedschaft beantragen. Das sollten Sie in jedem Fall sehr zügig tun, denn ohne entsprechende Versicherungen kann die Disco nicht eröffnet werden.

Investoren und Standortanalyse

Gerade wenn man wenig eigenes Kapital hat, muss man vor der Eröffnung einer Eigenen Diskothek auf die Suche nach Investoren gehen. Dazu gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten, vor allem im Internet. Über sogenannte crowd Investments gibt es die Option, nicht nur einen, sondern gleich mehrere Investoren für seine Sache zu finden. Das funktioniert so, dass man seine Geschäftsidee auf speziellen Plattformen vorstellt und mit entsprechendem Marketing versucht, möglichst viele Investoren von seiner Sache zu überzeugen. Auch das will sorgfältig geplant sein.

Bei der Standortanalyse geht es um mehr als nur den reinen Ort

Wichtiger Punkt dabei ist natürlich auch die Standortanalyse. Die wenigsten Investoren werden ihr Geld in ein Projekt stecken, das nicht gründlich durchdacht ist. Die Standortanalyse gehört daher selbstverständlich auch dazu. Damit ist auch gemeint, dass man sich über die Zielgruppe Gedanken macht. Und dazu gehört nicht nur das Alter, sondern auch das Einkommen. Anders ausgedrückt: Welches Klientel möchte man in seine Disco locken. Davon abhängig ist auch der Standort.

Auch der Wettbewerb spielt bei diesem Punkt eine Rolle. Gibt es in der Nachbarschaft bereits einen Nachtclub, sollte man sich so gut wie möglich mit dem eigenen Angebot davon abgrenzen und wenn möglich gleich eine ganz andere Zielgruppe anvisieren. Sonst läuft man Gefahr, dass man um die gleichen Kunden buhlt – und das könnte zu finanziellen Schwierigkeiten führen.

Bild: unsplash.com