„Herr Kazim, warum hassen Sie den Islam?“ – „Was haben Sie gegen Muslime?“ – „Warum zeigen Sie so wenig Empathie gegenüber den leidenden Palästinensern?“ Hasnain Kazim, Spross einer schiitisch-muslimischen Familie und selbst evangelisch-christlich aufgewachsen, nimmt sich solche Vorwürfe zu Herzen. In diesem pointierten Essay setzt er sich mit seinem ambivalenten Verhältnis zu der Religion auseinander, der ein Großteil seiner Verwandtschaft angehört. Er selbst hat jahrelang als Korrespondent in muslimisch geprägten Ländern, in Pakistan und der Türkei gelebt. Entlang weltpolitischer Ereignisse und privater Erfahrungen zeichnet er sein persönliches Bild des Islam, widmet sich familiären Zwängen sowie Fragen der Gleichberechtigung. Dem Kampf für Demokratie, für religiöse Toleranz und Menschenrechte, der auch innerhalb des Islam geführt wird. Ein Text, der das Unbehagen vieler Menschen in Worte kleidet und zugleich pauschaler „Islamkritik“ etwas entgegensetzt.
Hasnain Kazim ist gebürtiger Oldenburger und Sohn indisch-pakistanischer Einwanderer. Er wuchs im Alten Land, vor den Toren Hamburgs, und in Karatschi in Pakistan auf, studierte Politikwissenschaften und schlug eine Laufbahn als Marineoffizier ein. Er schrieb unter anderem für das dpa-Südasienbüro in Delhi und von 2004 bis 2019 für den SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE, die meiste Zeit davon als Auslandskorrespondent in Islamabad, Istanbul und Wien. Für seine Arbeit wurde er bereits mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter der „CNN Journalist Award“. Er ist Autor vieler Bücher u.a. der Bestseller „Post von Karlheinz“ und „Auf sie mit Gebrüll“. Zuletzt erschien 2024 „Deutschlandtour. Auf der Suche nach dem, was unser Land zusammenhält. Ein politischer Reisebericht“.
Die Veranstaltung wird moderiert von Literaturhausleiter Dr. Anton Knittel
Foto Hasnain Kazin (c) Peter Rigaud
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