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Yelawolf | Trial By Fire

Yelawolf | Trial By Fire
  • Yelawolf | Trial By Fire Yelawolf | Trial By Fire

Eminem wusste damals genau, warum er ihn unter Vertrag nahm! Michael Atha aka „Yelawolf“ kommt nicht unbedingt aus einer Hochburg des Sprechgesang, Alabama dürfte definitiv bekannter für andere Dinge sein.

Schon früh begeisterte sich Yelawolf für verschiedene Musikstile, zu denen neben Rap auch Rock und Country zählten. Auch aus diesem Grund dürfte er dieses Mal wieder einen Track mit seinem Vorbild „Kid Rock“ aufgenommen haben, den er ja schon auf seinem Debüt „Radioactive“ am Start hatte. „Trial by Fire“ ist sein drittes Album und nicht unbedingt das, was wir und vermutlich auch seine Fans erwartet haben. Nach „Love Story“ ist einiges in seinem Leben passiert, und das musste er einfach abarbeiten. Probleme mit Alkohol, ein Tourabbruch und der Verlust eines guten Freundes, der bei einem Autounfall ums Leben kam, Yelawolf stand vielleicht sogar kurz davor, dass Mikrofon in die Ecke zu schmeißen und sich fortan nur noch um seine Familie zu kümmern. Während ihm sein letztes Werk den großen Durchbruch brachte und einige Übersongs davon auch im Radio landeten, geht es nun sehr persönlich, und teilweise auch sehr ruhig und unaufgeregt zu.

Nach einer knappen Stunde Laufzeit müssen wir dann auch mal kurz durchschnaufen, denn manche Geschichten versteht man nicht unbedingt nach der ersten Erzählung. Am klarsten wird es auch wirklich erst am Ende, denn auf „Keeps me Alive“ erzählt er seine Geschichte von Anfang an und macht jedem von uns verständlich, warum er es überhaupt soweit gebracht hat. Die 53-jährige Wynonna Judd, von der in Deutschland vorher vermutlich noch nie jemand etwas gehört hat, singt hier zusätzlich einen sehr starken Refrain der bei uns eine Gänsehaut hervorruft. Yelawolf kämpft einen Kampf mit sich selbst, wem will er eigentlich gefallen, bzw. was sollte er am besten tun, um endlich glücklich und zufrieden zu sein? Das Motto bleibt „Ride or Die“, auch wenn er nun viel reist, Shows spielt und seine Freunde und Familie nur selten sieht. Ein Anruf und „Yela“ sitzt im Zug, auf dem Weg dorthin wo Hilfe benötigt wird! Der „Son of a Gun“ schafft es auf seinem dritten Major Release in einer knappen Stunde vieles zu komprimieren und hält trotz überwiegend ruhiger Momente den Spannungsbogen hoch, wenn man denn bereit ist, sich auf seine schön erzählten Erlebnisse und Lebenserfahrungen einzulassen!

Viel Inhalt und viele Details innerhalb der komplett selbstproduzierten Beats, dazu unfassbar gute Features, das „Landei“ überzeugt auf voller Länge und vermischt Rap & Country wie es bisher niemand vor ihm so grandios getan hat! Darauf erst Mal ein Bierchen zum runterkommen, der Dude hat die Feuerprobe definitiv bestanden!
(HW)

Style: Rap | Rock | Country
Label: Shady Records ( Interscope / Universal )
Punkte: 5 | 5

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