Renate Schmidgall: Kein Verlass auf Uhren und Gestirne
Lyrik-Lesung mit Gespräch
Es ist eine leise Stimme, mit der Renate Schmidgall spricht. Ihre Gedichte entstehen durch die sensible Wahrnehmung der Welt – auf dem Hintergrund von Erfahrung und Erinnerung.
Bevor die Autorin beginnt, Gedichte zu schreiben, hat sie viele Jahre lang polnische Gedichte übersetzt. Beeinflusst von Dichtern wie Maciej Niemiec oder Adam Zagajewski, sieht sie ihr Schreiben mehr in der Tradition polnischer als deutscher Lyrik. Ähnlich wie ihre großen Vorbilder glaubt Renate Schmidgall an die Inspiration – und daran, dass das Gedicht klüger ist als sein Autor.
Ihre Gedichte verdanken sich der genauen Beobachtung, oft gewöhnlicher Dinge, die Sprache ist einfach und doch poetisch. Denn das Poetische lauert überall, auch im Alltag – man muss es nur erkennen.
Renate Schmidgall, 1955 in Heilbronn geboren, studierte Slawistik und Germanistik in Heidelberg (M.A.). Von 1983 bis 1996 war sie Mitarbeiterin am Deutschen Polen-Institut Darmstadt. Seit 1996 ist sie als freie Übersetzerin tätig und überträgt Werke von u. a. Jacek Dehnel, Paweł Huelle, Marzanna Kielar, Mikołaj Łoziński, Jakub Małecki, Andrzej Stasiuk, Wisława Szymborska, Adam Zagajewski aus dem Polnischen ins Deutsche. Für ihre Übersetzungen wurde Renate Schmidgall mehrfach ausgezeichnet.
Die Veranstaltung wird moderiert von Literaturhausleiter Dr. Anton Knittel und findet in Kooperation mit der Stadtbibliothek Heilbronn statt.
Foto: Renate Schmidgall ©Edyta Dufaj
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