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"Robin Hood", "Krieg der Welten" und die CD der Woche
Do. 20.05.
Lust auf Kino oder einen besonderen Film? Hier stellen wir jeden Woche neue Kinofilme vor und dazu einen besonderen DVD-Tipp. Ganz neu in dieser Rubrik ist die LP der Woche.
ROBIN HOOD (ab 13. Mai in den Kinos)
Abenteuer, USA 2009 Regie : Ridley Scott Darsteller : Russel Crowe, Cate Blanchett, Max von Sydow,...
Die Gesellschaft ist im Wandel – stetig und immerzu, selbst wenn dieser natürliche Prozess im jeweiligen Moment kaum wahrgenommen wird. Wer allerdings einen Schritt zurücktritt und größere Zeiträume betrachtet, kann wirkliche Veränderung registrieren. Das Filmgeschäft reflektiert diese Entwicklungen selbstverständlich auch. Und so kommt es, dass ein Stoff, der seit Jahrhunderten existiert, in den verschiedenen Epochen immer wieder aus anderen Blickwinkeln betrachtet wird. Im Jahr 2010 ist die Zeit reif für eine Neusicht auf die Dinge, die da im Sherwood Forest des frühen 13. Jahrhunderts die Legende eines unbeugsamen Bogenschützen begründeten. Regisseur Ridley Scott wählt für seinen „Robin Hood" einen frischen Ansatz und zimmert ein kraftvolles, hervorragend inszeniertes Action-Abenteuer, das den Eindruck erweckt, als sei der „Gladiator" in die englischen Wälder eingefallen.
England, um 1200. Das Land darbt. Die Armee reibt sich seit Jahren in fremden Landen in den verheerenden Kreuzzügen des Königs Richard Löwenherz (Danny Huston) auf, während die Bevölkerung zuhause am Hungertuch nagt und von der Krone mit überhöhten Steuern drangsaliert wird. Als Löwenherz im Kampf gegen die Franzosen fällt, besteigt sein inkompetenter und selbstherrlicher Bruder John (Oscar Isaac) daheim in England den Thron. Der Bogenschütze Robin Longstride (Russell Crowe) kommt mit seinen Mitstreitern Will Scarlett (Scott Grimes), Little John (Kevin Durand) und Allan A‘Dayle (Alan Doyle) einem Komplott auf die Spur: Der undurchsichtige Godfrey (Mark Strong) treibt ein doppeltes Spiel und versucht, sein Heimatland für den eigenen Vorteil zu verraten. Der in den Hinterhalt gelockte Edelmann Sir Robert Loxley (Douglas Hodge) ringt Robin auf dem Sterbebett ein Versprechen ab. Er soll sein Schwert seinem alten Vater in Nottingham überbringen, um seine Ehre zu retten. Robin willigt ein und trifft dort auf Lady Marion Loxley (Cate Blanchett), die von ihrem Vater Walter (Max von Sydow) dazu gedrängt wird, ihn, Robin Longstride, als ihren heimgekehrten Ehemann Robert Loxley auszugeben...
Generell ist die Figur des Robin Hood so ambivalent wie selten zuvor angelegt. Er hat zwar ein eisenhartes Rückgrat, schreckt aber auch nicht davor zurück, sich unverhohlen in eine bessere Position zu lügen – in ähnlicher Weise ist die Zeichnung von Richard Löwenherz und seinem Bruder Prinz John ausgeglichener. Der sonst so reine Löwenherz ist in der Neufassung ein kriegsgeiler Tyrann, der sein Land durch die Kreuzzüge an den Rand des Verderbens gedrängt hat. Und Prinz John ist zwar immer noch eine Symbolfigur des Unsympathischen, aber zugleich auch weniger Witzfigur als zuvor – und zudem wird er von Oscar Isaac so gut gespielt, dass er sich manche Szene stehlen kann. Auch den Fokus der Handlung setzen Scott und Helgeland deutlich anders als gewohnt. Ihr Film erzählt quasi die Vorgeschichte zum Mythos, denn Robin Hood kämpft hier zunächst sehr wohl für die Krone, erst sehr spät wird er in Scotts Version zum Geächteten, was die Ambivalenz der Figur und der Geschehnisse unterstreicht. Die Verlagerung der Geschichte fordert aber auch Opfer. Der Sheriff von Nottingham - sonst der klassische Gegenspieler von Robin Hood - ist zwar in Person von Matthew MacFadyen weiterhin präsent, spielt aber nur eine untergeordnete Rolle. Auch das Verhältnis von Robin Hood und Lady Marion ist weniger leidenschaftlich als pragmatisch, ein Hauch von „Die Wiederkehr des Martin Guerre" (oder von dessen Remake „Sommersby") weht durch den Sherwood Forest. Aber trotz dieser Modifizierungen atmet Scotts Neuversion zwischen aus jeder Pore den Geist der Legende. Erst gegen Ende wird die Balance zwischen realistischer Revision und Respekt für den Mythos aufgegeben und der Regisseur schwenkt doch noch in Richtung eines recht konventionellen Heldenepos' um, womit er seine eigene Vision, die er über weite Strecken des Films so überzeugend entfaltet hat, letztlich unterläuft. Fazit: Ridley Scott zieht Robin Hood die Strumpfhosen aus. Seine Neuinterpretation fällt genau so aus wie erwartet und erhofft. Der Brite dreht den Mythos einmal durch den Wolf und präsentiert uns ein mit Ernsthaftigkeit sowie einer politischen Note versehenes, brillant fotografiertes und blutiges Schlachtengemälde, ohne sich zu weit von der Legende zu entfernen.
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EMPIRE präsentiert
den DVD-Tipp der Woche :
Krieg der Welten
USA, 2005 Regie: Steven Spielberg Schauspieler: Tom Cruise, Dakota Fanning, Justin Chatwin, …
Ein Film, welcher wohl jedem durchschnittlichen Fernsehkonsumenten geläufig ist und im Sommer 2005 das Gesprächsthema Nr. 1 an der Kinoschlange war. Jedoch behauptet so manch ein Filmkritiker, trotz fabelhafter Rezessionen des Publikums, der Film hätte die Erwartungen des H. G. Wells’ Kult-Romans nicht erfüllt - geschweige denn den Vergleich zum kongeniale Hörspiel von Orspn Welles aus dem Jahre 1938. Allerdings stellt sich hier doch die Frage, welcher Film den Bildern treu bleiben kann, die sich die Leser gemalt haben, und zudem ohne Kürzungen von einzelnen Passagen auskommt.
Zugegeben waren die Erwartungen an Spielbergs zeitgenössische Alieninversion sehr hoch gesteckt – man hat es nun mal nicht leicht als Starregisseur. Dem entgegen wirkt jedoch, dass er zusammen mit Tom Cruise in der Hauptrolle eine Odyssee inszeniert, in der tragische Ereignisse keine Seltenheiten darstellen. Der geschiedene Familienvater Ray Ferrier (Tom Cruise) versucht nach dem urplötzlichen Auftauchen von seltsamen dreibeinigen Robotern mit seiner Tochter Rachel (Dakota Fanning) und seinem Sohn Robbie (Justin Chatwin) aus der Großstadt zu flüchten. Wohin genau wissen sie noch nicht, hauptsache hinaus aus dem Katastrophennest. Was das Gespann jedoch noch nicht weis ist, dass diese zerstörerischen Ungetüme überall auf dem Erdballen aus dem Boden gekrochen sind und jagt auf die Menschen machen. Es beginnt somit eine Hetzjagd in rasendem Tempo und mit packenden Szenen.
Wie bereits erwähnt macht der Film nicht das her, was der Roman mit 351 Seiten und diversen literarischen Stilmitteln verspricht. Dennoch beschreibt die Verfilmung mittels ausgezeichneten Kenntnissen bezüglich des Szenenbildes und der Schauspielerei eine scheinbar ausweglose Situation, wie sie zuvor noch nicht in Hollywood dargestellt wurde. Denn wer erwartet die Außerirdischen ehrlich gesagt schon unter der Erde?! „Krieg der Welten“ ist Spielbergs erster tatsächlicher Schritt in Richtung Action, wenn man seine bisher eher nachdenklichen Science-Fiction-Filme wie „A.I. – Künstliche Intelligenz“ oder „E.T.“ zum Vergleich nimmt. Diese etwas andere Art der Inszenierung macht uns dann auch schon gespannt darauf, was seine kommenden Streiche sein werden. (MZ)
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Diginights präsentiert die LP der Woche :
Pornophonique - 8Bit Lagerfeuer
Pornophonique ist hier bestimmt sehr vielen Leuten unbekannt, wer aber in das Album 8 Bit Lagerfeuer rein hört wird mit bekannten Tönen konfrontiert. Denn das Darmstädter Duo beschreiben Ihren Sound selber als „Gameboy meets Lagerfeuer“. Genau das ist es, ergänzt wird der Gameboy noch durch einen C64. Anders ausgedrückt : Ihr sitzt in einer warmen Sommernacht am See, einer spielt Gitarre und singt, der andere spielt einen Klassiker auf den Gameboy - fertig ist der Sound von Pornophonique. Die beiden Comic Fans lernten sich in einem Comic Laden kennen und beschlossen gemeinsam Musik zu machen. Felix Heuser ist in der Lage mit dem Gameboy Musik zu machen und wird an der Gitarre von Kai Richter unterstützt. So trifft nun also etwas elektronisches, etwas klassisches und es klingt einfach gut. 8 Songs hat das Album „8 Bit Lagerfeuer“, von denen jedes ein reines Hörvergnügen ist. Der Titelsong zu den Album ist "Sad Robot", zu welchem auch ein Video entstanden ist, welches wirklich sehr sehenswert ist. Das ganze Album trägt Titel, die sich auf Computerspiele beziehen, sich aber wunderbar aufs echte Leben übertragen lassen können. Das besondere an diesem Album ist, dass die Jungs kein Label gefunden haben, weshalb sie das Werk unter einer Creative Common Lizens veröffentlichten. Sprich : Jeder kann sich das Album legal und kostenlos aus dem Internet herunter laden. Wer mehr über die Band erfahren will, sollte Ihre Homepage besuchen : www.pornophonique.de. Die Diginights Redaktion wünscht Euch schonmal viel Spaß beim hören. (ADA)
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Bitte Lächeln Würzburg!
wird bestimmt witzig!

KaiHN am 01.06.2010, 11:46 Uhr
Nintendocore fällt mir dazu aber auch ein ^^
vorallem half player game ;) so nice der track XD
Eike am 31.05.2010, 12:53 Uhr
don_skandro am 20.05.2010, 21:51 Uhr