R.Kelly | Write me Back

R.Kelly | Write me Back
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Zwanzig Jahre und zwölf Alben später. Der wahrscheinlich erfolgreichste R´n´B Sänger aller Zeiten kehrt mit seinem neuen Werk „Write me Back“ zurück ins Spotlight.

Robert Kelly ist mittlerweile 45 Jahre alt, der „Parental Advisory“ Sticker auf dem Album Cover ist verschwunden, und die goldene Stimme aus Chicago lässt es zumindest textlich gesehen etwas ruhiger angehen. Schon sein letztes Album „Love Letter“ machte deutlich, dass die „Fiesta“ Zeiten endgültig vorbei sind und er auch ohne Features aus der Hip-Hop Welt sehr gut auskommen kann.

Für wen hat Kelly eigentlich nicht geschrieben oder produziert in den letzten zwanzig Jahren? Zu den bekanntesten gehören wohl Michael Jackson, Whitney Houston und Luther Vandross. Er muss das Spiel nicht neu erfinden um uns erneut zu überzeugen, die zwölf Songs die er uns präsentiert sind „Grown Man Talk“, die Stimme kräftig und doch voller Emotionen. Schon zu Beginn serviert er leckere Uptempo Tracks wie „Love Is“ und „Feelin´ Single“, bevor es dann mit „When a Man Lies“ richtig ruhig wird. Eine bunte Mischung aus Balladen und Dancefloor-Joints waren immer dass, was ein R.Kelly Album ausmachte, aber wir müssen lange warten, bis es auf seinem neuen Longplayer richtig zur Sache geht. Dafür wagt er sich in „gehobenem“ Alter tatsächlich in fremdes Terrain und zaubert mit „All Rounds on Me“ einen Rock´n´Roll Track aus dem Hut, der nicht mal schlecht klingt, aber Elvis natürlich nie ins Schwitzen bringen würde.

Bei einigen Songs wird deutlich, dass er die Musik immer noch auch als Therapie zur Selbstfindung versteht. Nein, das kann man niemandem vorspielen. Auch wenn sich nach wie vor natürlich vieles um Beziehungen und die damit leider oft verbundenen Probleme dreht. Kells´ ist der Meister des „Herzschmerz“, und auch wenn es draußen verdammt warm ist, man möchte sich bei manchen Songs am liebsten vor den Kamin kuscheln. Bevor wir aber beim hören der vielen Slow-Jams vollständig dahin schmelzen bekommen wir ein bisschen „Hands in the Air“ Feeling dann mit „Party Jumpin´“ doch noch. Und so können wir uns hier dann doch noch gerne an die Zeiten zurückerinnern, in denen er mit Jay-Z und Keith Murray um die Häuser zog, die Champagner Flasche unter dem Arm hatte und die Ladies auf dem Rücksitz der Stretch-Limousinen auf ihn anstießen!

Ein wirklich tolles Album, aber welchen Plan er mit seinem nächsten Album, welches den Titel „Black Panties“ tragen soll wohl vor hat? Vielleicht kommt der Sticker dann doch noch mal zurück!
(HW)

Style: R´n`B
Label: RCA ( Sony ) 
Punkte: 4,5 / 5 

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