Passwort vergessen?

Jetzt registrieren Registriere Dich jetzt kostenlos bei DIGINIGHTS, genieße Deine Vorteile und entdecke das Nachtleben.

Neue GEMA-Tarife sorgen für Entsetzen bei Musikveranstaltern

Mo. 11.06.

Neue GEMA-Tarife sorgen für Entsetzen bei Musikveranstaltern
Clubs, Discotheken und Musikkneipen fürchten um Existenz/ DEHOGA setzt sich gegen Gebührenirrsinn zur Wehr

Für eine mittelgroße Diskothek steigen die GEMA-Gebühren von 28.000 auf 174.000 Euro im Jahr. Für Clubs und Discotheken liegen die Erhöhungen zwischen 400 bis 600 Prozent pro Jahr. Musikkneipen werden mit Steigerungen von über 2.000 Prozent belastet. Aber auch viele Live- und Tonträgermusikveranstaltungen in Hotels und Gaststätten verteuern sich um über 100 Prozent.

„Das sind existenzgefährdende Erhöhungen. Betriebe werden schließen müssen. Arbeitsplätze gehen verloren“
, mahnte Fischer. „Deshalb darf diese so genannte Tarifreform nicht kommen.“
Die immensen Tarifsteigerungen gefährden auch Schützenfeste und Karnevalssitzungen.

Die GEMA vertritt die Nutzungsrechte von Komponisten, Textdichtern und Verlegern, die als Mitglieder in ihr organisiert sind. Seit über 50 Jahren sind die Bundesvereinigung der Musikveranstalter und der DEHOGA Bundes-verband Vertragspartner der GEMA. Jedes Jahr verständigten sich beide Seiten auf akzeptable Tariferhöhungen. „Der DEHOGA war und wird stets für eine angemessene Vergütung der Urheber sein. Doch mit den nun veröffentlichten Tarifen nutzt die GEMA ihre Machtposition gnadenlos aus und treibt vorsätzlich zahlreiche Betriebe in den Ruin“, so Fischer.

Die GEMA behauptet, Musikveranstaltungen auf kleiner Fläche, mit geringem oder keinem Eintrittsgeld, werden durch die neue Tarifstrukturreform entlastet.

Auch die Gäste würden die Gebührenerhöhungen aufgrund höherer Preise im nächsten Jahr zu spüren bekommen. Die Folgen:

„Sie gehen weniger aus und verzichten ganz auf den Besuch von Musikveranstaltungen“
,
mahnte Fischer.

Erfreulich ist, dass die DEHOGA-Aktivitäten bereits Wirkung zeigen:
Die Landtagsabgeordneten in Schwerin sprachen sich vor kurzem mit großer Mehrheit gegen die geplante drastische Gebührenerhöhung durch die GE-MA aus. Denn gerade ein Tourismusland wie Mecklenburg-Vorpommern kann es sich nicht leisten, dass Musikveranstalter sehenden Auges in den Ruin getrieben werden. Die Landesregierung wurde aufgefordert, sich bei der GEMA für moderatere Tarife einzusetzen.

„Das ist ein erster Schritt, doch unser Kampf geht weiter“, so Fischer abschließend. „Der DEHOGA wird sich mit allen rechtlichen und politischen Mitteln gegen diese Gebührenerhöhungen zur Wehr setzen.“

Meist kommentierte Bilder

Zuletzt kommentiert