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Deichkind | Befehl von ganz Unten

Fr. 17.02.

Seit nunmehr fast 15 Jahren beglückt uns die Hamburger Band Deichkind mit herrlich schrägen Texten, die bei dem ein oder anderen starke Magenkrämpfe hervorrufen. Man muss Lieder definitiv oft mehrmals hören, um alles aufzunehmen, was da an Ironie und Witz auf einen niederprasselt!

  • Deichkind | Befehl von ganz Unten

Die Beats sind oft stark elektrolastig, und trotzdem steht Deichkind eigentlich für Hip-Hop. Schon etwas länger dabei ist auch Ferris MC, der nun unter dem Namen „Ferris Hilton“ an den Start geht. 2009 verstarb überraschend Sebastian „Sebi“ Hackert, Produzent der Band und Meister hinter den Reglern. Lange war nicht klar, ob Deichkind diesen Verlust verkraften würde, ob die Band weiter bestehen bleibt.

Jetzt endlich also das neue Album „Befehl von ganz unten“, welches seinen Vorgängern in nichts nachsteht und uns erneut mit Anlauf in die Jauche springen lässt. „Bück dich hoch“ und „Leider geil“ sind die beiden ersten Singles des Longplayers und zugleich die witzigsten Tracks. Die oftmals spontan und ohne großen Hintergrund wirkenden Wortspiele stehen mindestens auf dem selben Niveau wie die kranken Auftritte von Helge Schneider, den wir allerdings auf dem Album vergebens als Feature suchen. Nein im Ernst, Deichkind steht in erster Linie einfach für Entertainment, man muss die Jungs definitiv auch mal Live gesehen haben, um ihre Musik zu verstehen. „Die rote Kiste“ im Backstage-Bereich ist am Ende dieses Meisterwerks ein Ausritt in die Pogo-Liga, der Rest lässt uns einfach nur Rückwärts-Purzelbäume den Deich nach oben machen.

Entspannung geht anders, Deichkind feiert mindestens 25 Stunden am Tag!
(HW)

Style: Electro/HipHop
Label: Universal
Punkte: 4/5 

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