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stimme.de | 12.12.2002
Fürs Internet die Zähne blecken

Fotos vom Feiern im Netz: Mitarbeiter von diginights ziehen mit der Kamera durch Clubs. ann ich ein Foto von dir machen?" Schon zückt Heiko Kreiter seine kleine silberfarbene Kamera und - klick. Die meisten haben nichts dagegen. Sie sind in Partylaune. Am nächsten Tag können sie sich dann im Internet wiederfinden: auf der Seite www.diginights.com.

Grinsende Gesichter, zum V-Zeichen ausgestreckte Finger, Münder, die eher verzogen sind als lächeln: Dort ist alles zu sehen, was Heiko und seinen fünf Mitarbeitern in den Clubs und Bars in Heilbronn über den Weg läuft.

Heiko Kreiter"So was hat in der Region noch gefehlt. Eine Internetseite auf der die Leute sich und ihre Freunde beim Feiern sehen können." Was in anderen Städten gut läuft, müsste doch auch in Heilbronn boomen, dachte sich der 25-jährige Mediengestalter für Digital- und Printmedien vor gut einem halben Jahr.

Und es klappt. "Klar gibt es Leute, die nicht fotografiert werden wollen, aber die meisten finden es genial." Teilweise ziehen sich die Partygänger freiwillig vor dem Objektiv von Navlin, Armin, Mickele, Patricia, Verena und Heiko aus.

Alles schon vorgekommen. Oder andere: Die mailen verzweifelt an diginights, dass sie doch um Gottes Willen wieder von der Internet-Seite verschwinden müssen.

Die Frau oder Freundin wüsste doch gar nicht, dass er da oder dort gewesen sei. Kein Problem, die Fotos sind sofort wieder draußen, sagt Heiko.

Jedes Wochenende ist der gebürtige Heilbronner unterwegs. "Jeder von uns geht in die Locations, wo er sowieso gerne ist. Wir haben Spaß dabei und die Leute auch."

Heikos Ziel: So viele Clubs und Bars wie möglich auf den Internetseiten haben, umso mehr Leute schauen natürlich drauf. "Teilweise machen wir bis zu 400 Bilder am Abend."

Vor allem am Wochenende schauen die Partygänger dann gleich nach, ob ihr Gesicht oder das der Freunde auch im Internet gelandet ist: Schnell kommen an die 1300 Webseiten-Besucher am Tag zusammen.

Erst feiern, dann arbeiten: Bisher sitzt Heiko sonntags bis zu vier Stunden am Computer, bearbeitet die Fotos und stellt sie ins Netz. Geld ist damit keins verdient. Aber: "Klar, dass ich das mal anstrebe. "

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  http://www.stimme.de/alfa-alt/hn/archiv/art2145,100252.html