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Mr. Moguai himself
1. DJ, Releaser, Label-Inhaber, Produzent… das hört sich nach einem unheimlich verplanten und super interessanten Leben an. Welcher dieser Tätigkeiten gehst du persönlich am liebsten nach? Alles hat seine Reize und Vorzüge... Im Club ist es schön die direkte Bindung zu den Gästen zu haben. Es ist ein „Family“-Gefühl. Vor allem bestreite ich im Club mind. Ein 3-Stunden-Set und kann somit die ganze „musikalische Reise“ der Nacht gestalten. Festivals haben den Reiz vor einer riesigen Menge zu spielen. Das ist natürlich das allergrößte Gefühl seinen Sound vor so einer Masse zu spielen. Da kommt eine ganz andere aber natürlich auch großartige Stimmung auf. Im Radio zu spielen ist nicht mit “normalen” DJ-Gigs zu vergleichen. Dort spiele ich 2 Stunden alleine in einem kleinen Radiostudio. Es fehlt also das direkte Feedback der Leute. Dort habe ich jedoch auch die Möglichkeit meine ganz eigene musikalische Reise zu starten und eine Geschichte zu erzählen. Ich versuche, dass sowohl Studioarbeit als auch DJing sich ungefähr die Waage halten. Schließlich inspiriert mich meine DJ-Arbeit hinsichtlich meiner Produktionen. Das eine ist ohne das andere für mich fast unmöglich.
Ich lernte schon vor 2 Jahren die Leute von 2Raumwohnung durch meinen Remix für „Ich und Elaine“ kennen. Ende 2003 hatte ich dann eine Produktion abgeschlossen, die zwar sehr schön klang, nur fehlten mir noch die passenden Vocals. Da ich mir direkt Inga Humpes Stimme darüber vorstellen konnte, schickte ich die Produktion zu den Beiden nach Berlin. Innerhalb einer Woche bekam ich dann bereits ein Fullvocal zurück. Inga hatte nämlich schon etwas länger einen Text in der Schublade liegen, nur fehlte ihr das richtige Backing. Einfach unglaublich und sehr, sehr selten daran ist, dass Text und Backing tonal oder tonisch zusammen passten. Es gibt eine 2raumwohnung Version auf dem aktuellen Album sowie auf meinem geplanten Album. Und nicht zu vergessen die gemeinsame Single auf Punx/it sounds. Man kann sagen, wir haben uns musikalisch gesucht und gefunden. 3. Ein weiteres Projekt zusammen mit Paul van Dyk, Westbam, Mousse T, Chris Liebig, etc. ist „ Eins Live- Rocker“, bei Deutschlands größtem Radiosender. Wer kam auf diese Idee? Erfüllen sich im Bezug darauf eure Vorstellungen und gibt es erwähnenswerte Zukunftsvisionen in der Hinsicht? Nachdem im Sommer 2004 der Partyservice bei Eins Live eingestellt wurde, habe ich mich mit Stefan Laak (Musikchef Eins Live) zusammengesetzt um etwas Neues zu planen. Denn wir waren beide der Meinung, dass elektronische Tanzmusik weiterhin seinen festen Platz auf Deutschlands größtem Radiosender haben sollte. Die oben genannten Jungs waren direkt zu begeistern und haben zugesagt. Somit hat sich ein Team gefunden, dass weltweit seines Gleichen sucht. Es ist somit auch jede Fassette der elektronischen Tanzmusik vertreten. In Zukunft wird es bestimmt auch Events unter dem Namen „Eins Live Rocker“ geben. 4. 2005 hast du nun schon eine 1monatige Tour durch ganz Australien und Neuseeland hinter dich gebracht. Wie lief diese Tour deiner Meinung nach? Das war meine 2. große Tour in „Down Under“ und ich muss sagen, dass es einfach großartig war. Ich habe auf der Festival Tour „Summadayz“ zusammen mit „2ManyDJs“ und „DeLaSoul“ gespielt und durfte die angesagtesten Clubs in Melbourne, Sydney, Canberra oder Auckland bespielen. Außerdem ist Australien einfach unglaublich schön und kulturell sehr interessant. Die Menschen sind so nett und offen wie an keinem anderen Fleck unserer Erde. Mich hat die Zeit in Australien sowohl menschlich als auch künstlerisch beeinflusst. Das war eine super Überraschung für mich. Auf Grund von Produktionsstress im Studio wollte ich eigentlich die ganze Tour absagen. Ich habe in Neuseeland zwar auf einigen der großen Events bereits mehrfach gespielt, aber von dieser Wahl wusste ich nichts.
Wie das eigentlich immer so ist, sind die Leute die Party. Natürlich ist ein guter Sound auch sehr wichtig. Das gibt sich immer gut die Hand, wenn ich da bin. Nur soviel dazu: Es kommt nicht so häufig vor, dass ich in die „Bukowski´s“ dieser Welt gehe. An Heiko: Ich erwarte Dich immer noch im Ruhrgebiet. ;-) Ich hoffe, dass wir noch einen Termin in diesem Jahr finden werden. |