Welle: Erdball on Tour - "Kalter Krieg! - Special Show!!!"
VVK: 18€ AK: 22€
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Einlass 19 Uhr | Beginn 20 Uhr
Welle: Erdball
Welle: Erdball ist eine Musikgruppe aus dem deutschsprachigen Minimal-Electro- und ElectropopUmfeld, die 1990 gegründet wurde. Formiert wurde die Band unter dem Namen Honigmond, später folgte der Name Feindsender 64.3, bis schließlich 1993 der Name Welle: Erdball gefunden wurde.
Die Elektronik-Musiker Alf Behnsen („A.L.F.“, Keyboard) und Hannes Malecki („Honey“, Gesang und Performance, C64-Spieler) aus Stadthagen nahe Hannover formierten 1990 zum Projekt Honigmond und später zu Feindsender 64.3. 1993 folgte die endgültige Umbenennung zu Welle: Erdball nach dem deutschen Hörspiel Hallo! Hier Welle Erdball! von 1928. Der Name unterstreicht das Ansinnen
der Band, sich als imaginären Radiosender verstanden zu wissen. Ebenfalls bereits vorhanden ist die Liebe zur 50er Jahre-Ästhetik, das strikte Einhalten von Pseudonymen und der „Moderatoren-Uniform“ (schwarze Anzüge, weiße Hemden, schwarze Krawatten, schwarze Lederhandschuhe,Sonnenbrillen). Die Band ist sehr aktiv und kein Monat vergeht ohne Live-Auftritte, lediglich zur Produktion eines
neuen Albums zieht sich die Band für einige Zeit zurück. Die Bühnenshow von Welle: Erdball bestimmen kalte Neonröhren, ausdruckslose und blass geschminkte Gesichter, runde Sonnenbrillengläser und Pomade in den Haaren. Im Hintergrund flimmert der verzerrte Video-Output des Commodore. Utensilien während der Bühnenshow sind passend zum jeweiligen Musiktitel z. B. riesige weiße Luftballons, die ins Publikum geworfen werden (Schweben, Fliegen und Fallen), Laserpistolen, Fahnen (Hoch die Fahnen), herumtorkelnde Roboter, Faltpapierflugzeuge, die Honey ins Publikum fliegen lässt (Starfighter F104G), 8 mm Kamera (Super 8), minimalistische Keyboard bzw. Klangverzerrer und das beliebteste Utensil: ein großes Stahlfass, das regelrecht gedroschen wird (Arbeit adelt!).
Ein Höhepunkt sind, neben dem Stahlfass, die immer leicht verschiedenen Versionen der Songtexte. Aus der Frage „Wo kommen all die Geister her, wer hat sie gerufen“ wird schon mal „Wo kommen all die Saleschs her, wer hat sie gerufen“. Der „VW Käfer“ wird in den neuen Bundesländern auch oft zum Trabbi, so wie sich die Passage „auch in Stockholm waren wir schon“ dem entsprechendem Auftrittsort anpasst, z. B. „auch in Kassel waren wir schon“. Die Gruppe ist bemüht darum, in ihre Konzerte Dynamik kommen zu lassen und Honey reagiert zuweilen auf Zurufe aus dem Publikum und Liederwünsche. Kein Konzert von Welle: Erdball hat die gleiche Spielliste wie ein anderes. Welle: Erdball ist bekannt für lange Konzerte, lange Touren durchs In- und Ausland und Auftritte bei den größten Szenefestivals, wie dem Mera Luna in Hildesheim, das Wave-Gotik-Treffen in Leipzig
oder den größten Festivals in Schweden. Dabei füllen sie Hallen mit 7000 Menschen. Beim Tourauftakt und Heimspiel am 1. September 2006 versuchte man sich an einer aufwändigen Live-Videobeamerprojektion. Sechs abseits der Bühne produzierte Live-Sequenzen wurden passend
zur abgespielten Musik auf eine große Leinwand neben- und untereinander projiziert. Ständiger Begleiter und festes „Bandmitglied“ ist der Commodore SX-64, eine tragbare Version des Commodore 64, mit integriertem Monitor und Laufwerk. Welle: Erdball steuerten auch den In-Game- Soundtrack zum von Stefan Gutsch und Chester Kollschen für die Software-Schmiede „Protovision“ programmierten SuperCPU-Spiel Metal Dust bei.